Feeds:
Artikel
Kommentare

Christmas-Ecards


seelenfarben.de

Eine Seite mit wunderschönen Motiven, nicht nur mit Weihnachtskarten. Darunter auch viele Engelmotive zum online versenden.

 

 


jibjab.com

JibJab bietet die Möglichkeit, personalisierte E-cards zu versenden. In lustige kleine Filmchen oder Fotos können eigene Fotos eingebaut werden. Viele Weihnachtsthemen! Leider sind viele davon kostenpflichtig, aber nicht alle.

Gay Angels – Schwule Engel

Gibt es schwule Engel? Die Antwort: Ja! Schau selbst:

 


 Gay Parade beim Mardis Gras
 (einem Karneval) in New Orleans, USA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ganz in Rosa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Zuweilen auch in der Werbung…

 

 

 

 

 

  Auch ganz lecker… ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Naja, etwas viel Muskeln…

 

 

 

 

  Tolle Flügel…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Was macht er da?

 

 

 

Raffael’s Putten: Wirklich nur beste Kumpels? ;-)


 

Engelberg liegt im Kanton Obwalden in der Schweiz. Der Ort geht auf die 1120 gegründeten Benediktinerabtei Kloster Engelberg zurück. Engelberg ist heute eines der beliebtesten Sommer- und Wintertourismusgebiete in der Zentralschweiz.

 

Im Engelladen mit dem sinnigen Namen ‘Rafaels-Ecke’ in Engelberg gibt es zahlreiche Engelsachen zum kaufen: Von Engelfiguren aus verschiedenen Materialien über Schirme, Uhren, Kartensets, Kerzen und Mobilés bis zu Büchern und CD’s. Einige Produkte wie Bücher, CD’s, Räucherwaren oder Kalender sind auch im Onlineshop zu kaufen.
Im Rafelskalender findet man auch viele Angebote für Meditationen, Seminare, Vorträge, Workshops und Ausstellungen.

 

Rafaels-Ecke – Die Welt der Engel

 

Maria von den Engeln, wurde 1661 in Turin geboren, trat 1676 bereits mit 14 Jahren in den Karmel ihrer Heimatstadt ein, St.Christine in Turin, wo sie mehr- mals Priorin und Novizenmeisterin war, aber auch lange Zeit durch die Nacht des Geistes gehen musste. Sie imi- tierte das Leben der Heiligen Teresa von Avila und der Heiligen Maria Magdalena de Pazzi und widmete sich ausserordentlichen Bussen. Zu Ehren des von ihr sehr verehrten hl. Josef gründete sie 1702 in Moncalieri ein neues Kloster. Sie starb am 16. De- zember 1717 in Turin, hoch angesehen vom Königshaus und vom Volk, da of- fensichtlich durch ihre Gebete und Rat- schläge ihre Heimatstadt zweimal vor großem Schaden verschont blieb.

 

Offizielle Webseite: carmelitanemoncalieri.org
Webseite in italienisch: santibeati.it

 

Zeittafel

 

7. Januar 1661 – Wird Maria von den Engeln als Marianna Fontanella, Tochter von Graf Giovanni Donato Fontanella und Maria Tana von Chieri (Verwandte der Mutter des heiligen Aloisius von Gonzaga) geboren.

11. Januar 1661 – Taufe in der Pfarrei von SS. Simon und Judas, in der Via Dora Grossa, Turin.

15. August 1672 – Erhielt sie ihre Erstkommunion in der Kirche St. Rocco, neben dem Haus ihres Vaters, durch die Hände des ersten Pfarrers dieser Kirche, Don Emilio Mallia (derzeit dort begraben).

Marianna ist eine lebhaftes kleines Mädchen, intelligent, willensstark, sehr empfindsam auf die religiösen und christlichen Werte, aber ebenso offen und sensibel für die Realitäten der Welt. Nach der Sitte der Zeit, ist sie für die Ausbildung in der Obhut eines Betreuers, der in der Familie lebt.

Eines Tages findet Marianna durch Zufall ein Kruzifix ohne Arme auf dem Dachboden und wirft daraufhin ihre Puppe weg, die sie durch Christus am Kreuz ersetzt.

1673 – Geht sie als Novizin in das Zisterzienserkloster S. Maria della Stella, in Rifreddo di Saluzzo. Dort bleibt sie etwa für eineinhalb Jahre.

5. Januar 1675 – Kehrt sie in die Familie zurück.

Marianna ist 14 Jahre alt. Der Vater starb 1668. Die Mutter gab die Verwaltung des Familienbesitzes in die Hände ihres ältesten Sohnes John the Baptist. Er beauftragt Marianna mit der Leitung des Hauses.

Obwohl jung, zeigt sie grosse Ausgewogenheit, Vorsicht, Feinfühligkeit, Einsicht.

In der Zwischenzeit wird ihr inneres Leben immer reicher (Visionen des Leidens Christi). Sie will ihr Leben ganz dem gekreuzigten Jesus widmen. Ermutigt von Don Mallia, ab 1669 Pfarrer der nahen Kirche von S. Rocco, spricht sie nicht mit ihrer Mutter darüber, die eine gute Ehe vorschlägt. Marianna bleibt zutiefst betrübt darüber, und antwortete, dass ihr Herz jetzt nur auf Gott hört.

Gräfin Maria willigt schliesslich in die Berufung der Tochter ein, und nimmt Verhandlungen mit dem Zisterzienser von Saluzzo für die Aufnahme in einem Kloster auf, wo bereits eine Schwester von Marianna, Clara Cecilia, eingetreten ist.

1675 (oder 1676?) – Ist eine Ausstellung des Grabtuchs von Turin. Marianna geht hin um es zu verehren. Hier trifft sie einen Padre der Unbeschuhten Karmeliten. Marianna hört mit wachsendem Interesse zu, als er über den Geist und die Regel des Karmel erzählt. Nach Hause zurückgekehrt, erzählt sie allen, dass sie Karmelitin wird und schreibt am selben Abend in einem Brief an die Nonnen von Saluzzo ihre Entscheidung. Neue Kämpfe mit der Mutter, die nicht will, dass sie in ein so strenges Kloster geht. Das hartnäckige Beharren von Marianna hat schliesslich Erfolg: ihre Mutter stimmt zu.

19. November 1676 – Marianna tritt in das Kloster St. Cristina der Unbeschuhten Karmelitinnen in Turin ein und nimmt den Namen Schwester Maria von den Engeln an.

26. Dezember 1677 – Legt sie ihre Profess ab.

Lange Zeit der inneren Prüfung, begleitet von außergewöhnlichen mystischen Gnaden (etwa vierzehn Jahre lang).

Grosszügiger Dienst an der Gemeinschaft mit einer exemplarischen Hingabe.

1691 – Gegen Ende des Jahres Ende der schmerzhaften inneren Erfahrung (die „Reinigung“, von der Mystiker reden, vor allem St. Johannes vom Kreuz).

Sr. Maria von den Engeln hat eine grosse menschliche und geistliche Reife entwickelt, ein perfektes Gleichgewicht, dass ihr ganzes Verhalten durchleuchtet.

Die Vorgesetzten übertragen ihr die Ausbildung der Novizen, obwohl sie nur dreißig Jahre alt ist. Schwester Maria von den Engeln erweist sich als ein besondere Lehrerin, vor allem weil sie lebendig zu unterrichten weiss.

1694 – Übertragen die Vorgesetzten (und ohne das Wissen der Betroffenen) den Erlass nach S. Sede, weil Schwester Maria von den Engeln nicht das erforderliche Alter für dieses Amt hat. Die Gemeinschaft wählt die Priorin.

1696 – Mit der Unterstützung von Madama Reale, erreicht M. Giovanna Battista von Savoyen Nemours, dass das Fest der Schirmherrschaft von St. Joseph in der Diözese von Turin eingeführt wird, wodurch sichergestellt wird, dass der Krieg und die Plagen des Herzogtums von 1690 zu Ende sind. Der Friede von Vigevano: unterzeichnet im Oktober 1696.

Die mystische Gnaden, die sie erlebt, werden immer erhabener, mit grosser Verwirrung von Maria, die zu offensichtlich ist, um sie zu verbergen. Häufig werden die Damen des Hofes zu Zeugen, die in das Kloster kommen, um dem Gebet der Nonnen zu folgen. Der Ruf ihrer Heiligkeit ist in der Stadt weit verbreitet und erweckt grosses Interesse an ihrer Person. Einige Wunderheilungen werden ihr zugeschrieben und es kommen immer mehr Anfragen für Gebete im Kloster. Berühmte Persönlichkeiten des Klerus (der selige Valfrè Sebastian, der Padre Provana, der Nuntius Erzbischof Sforza u.a.) und des Adels wollen mit Maria von den Engeln reden.

Durch das Aufsehen, die über ihr Person gemacht wurde und von dem Wunsch getrieben zu entkommen, wünscht sie einen neuen Karmel zu gründen, wo die jungen Leute, die nicht in St. Christina Platz gefunden haben (die Karmelitinnen in jedem Carmel können nicht mehr als 21 sein), aufgenommen werden können. Einleitung von Verhandlungen mit den Vorgesetzten und mit dem Gericht. Zwar bietet sich in Asti eine gute Möglichkeit, aber der selige Sebastian Valfrè lässt sie wissen, dass in Moncalieri eine fromme Dame, die Witwe Sapino, in ihrem Testament „im Kanton Port Piacenza“ ihr Haus vermacht, damit es als Kloster genutzt wird.

Unsicher, was zu tun, wird Maria von den Engeln in einer Vision vom Herrn aufgefordert, Moncalieri für die Stiftung zu wählen und das Kloster St. Joseph zu nennen.

16. September 1703 – Nach Überwindung aller Schwierigkeiten wird der Karmel Moncalieri feierlich eingeweiht, aber ohne die Anwesenheit von Mutter Maria von den Engeln. Die Savoyen üben starken Druck auf die religiösen Vorgesetzten auf, um Maria von den Engeln zu veranlassen, Turin zu verlassen. Abreise von drei Nonnen vom Kloster S. Christina; eine davon Mutter Maria della Vittoria SS. Annunziata, um anzudeuten, dass die wahre Priorin des Klosters Mutter Maria von den Engeln ist.

1706 – Ihre Liebe, ihr Eifer und die moralische und geistige Unterstützung, spielen eine Rolle während der schrecklichen Belagerung von 1706.

Auf den Rat des seligen Valfrè Sebastian, das Kloster mit den Nonnen zu verlassen, um sich an einen sicheren Ort zu begeben, antwortete sie ruhig, sich keine Sorgen zu machen und dass nichts Unrechtes geschehen würde.

Als die Kräfte der Belagerten nachliessen, wurde sie durch zwei aufeinander folgende Visionen der Jungfrau Maria beruhigt und forderte ihn auf, standhaft zu bleiben, weil am Fest von Maria Kind der Sieg einträte. Es wird auf den Wällen und in der Stadt von Valfrè wiederholt: „Durch das Kind gewinnen wir. Das Kind wird unsere Befreiung sein.“ Der Sieg wurde am 7. September in Turin gemeldet, dem Tag der heute als Fest von Maria Bambina gefeiert wird.

16. Dezember 1717 – Diese und andere Fakten, Heilungen, Vorhersage zukünftiger Ereignisse, usw. tragen enorm zu ihrem Ruf der Heiligkeit bei, so dass bei ihrem Tod am 16. Dezember 1717, sich eine Flut von Turinern nach S. Cristina begaben, so dass es notwendig war, eine Polizei zu entsenden, um den Massen Einhalt zu gebieten, nachdem sie das Geländer der Hauptaltars eindrückten, um ihren Leichnam zu verehren oder Fragmente von Objekten zu ergattern, die ihr gehörten.

Juni 1720 – Eröffnung des Prozesses für die Selig-und Heiligsprechung von Madre Maria degli Angeli.

Viele Wunder sind ihrer Fürsprache zugeschrieben.

1802 – Sturm des Kaisers Napoleon auf Turin. Das Kloster von St. Cristina wird beschlagnahmt. Nachts, aus Angst vor der Entweihung, wird der ehrwürdige Leib der Mutter Maria von den Engeln in die Kirche S. Teresa gebracht. Hier ist wird sie begraben und bleibt es bis 25. April 1865.

25. April 1865 – Jahr der Seligsprechung durch Papst Pius IX nach der Bestätigung von zwei Heilungen von Krebs durch die Fürsprache von Maria degli Angeli.

 


Karmel von Moncalieri

 


Die Klostergemeinschaft

 


Detail am Hochaltar

 


Sonnenuhr mit Engeln
und der Hl.Teresa

Terracottarelief mit Verkündigungsszene

 


Weihwassergefäss in Form eines Engels,
das am Eingang ihrer Zelle hing und von ihr benutzt wurde

Engel mit Stern im Kleid


Diesen hübschen „Engel mit Stern im Kleid“, 10 cm gross und aus Porzellan, gibts bei geschirrladen.at für 29,95 Euro / ca. SFr. 44.50 / 43 USD zu kaufen.

 

 

Eichstätt ist eine Stadt in Oberbayern, Deutschland. Die Stadt liegt in der Mitte Bayerns im Schwerpunkt der großen bayerischen Zentren München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg. Die ersten Spuren von Menschen in der Gegend von Eichstätt datieren auf das 10. Jahrtausend v. Chr. Eichstätt hat rund 14′000 Einwohner. Eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist die Schutzengelkirche.

Die Schutzengelkirche in Eichstätt gehört zu den frühesten Jesuitenkirchen Deutschlands. Sie steht in engem Zusammenhang mit den Missionsbestrebungen des damals noch jungen Jesuitenordens. Sie wurde von 1617 bis 1620 im Auftrag des Bischofs Johann Christoph von Westerstetten als Kollegienkirche der Jesuiten erbaut. Diesem vom Geist katholischer Reform erfüllten Bischof von Westerstetten, der 1614 die Jesuiten nach Eichstätt berief, gelang es, die Hälfe der in den Glaubenskriegen des vorherigen Jahrhunderts verloren gegangenen Gebiete seines Bistums wieder zum katholischen Glauben zurück zu gewinnen.

 

1634, während des Sturms schwedischer Truppen auf Eichstätt im 30-jährigen Krieg (1618 – 1648) wurde auch die Schutzengelkirche bis auf die Umfassungsmauern, die Chorwölbung und den Turm ein Raub der Flammen. Erst 1661 erfolgte die Wiedereinwölbung. Die prachtvolle Innenausstattung mit Stuck, Fresken und wertvollen Altären entstand von 1717 bis 1739. Ein himmlisches Heer von 567 Engelsgestalten erfüllt die Kirche.

Die städtebaulich wie ideell untrennbar mit Eichstätt und seinen Bewohnern verbundene Kirche zählt weit über das Bistum Eichstätt hinaus zu den bedeutendsten Sakralbauten der bayerischen Kulturlandschaft. Genutzt wird die Kirche vom Bischöflichen Seminar Eichstätt und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Die lichten Maße des Baus entsprechen seinem Anspruch: Gesamtlänge 51,7 m, Gesamtbreite 27,6 m, Chorlänge 18,1 m, Chorbreite 13,2 m, Scheitelhöhe 24 m, Höhe Hochaltar 19 m, Grundfläche ca. 1.300 m 2.

 


2007 wurde mit einer Renovierung begonnen, die demnächst abgeschlossen sein wird.

 

Webseite:
Schutzengelkirche Eichstätt

 

Läuten zur Sonntagabendmesse:

 

 

Renovierung:

 

 

Renovierung kurz vor dem Abschluss:

 

Besuch vom Erzengel


Besuch vom Erzengel – Strip Nr.14 – Steven – flierswelt.wordpress.com

Lustige Engel-Geschenkanhänger zum ausdrucken bei lesgrosjean.com:

 


Engel-Bär – Barbara (Sternenapotheke, Oerlikon, CH)

 

Nicht Weihnachtsbaum,
nicht Engel,
noch Geschenke
und Zuckerstengel,
nein, Du mein grosser Knuddelbär,
liebe ich ja noch viel „mähr“!

 

Barbara

 

And if angels of God came to Jesus and ministered to Him, and if we are not to think of the ministry of the angels to Jesus as having been limited to the brief space of His bodily sojourn among men while He was still in the midst of believers not as one that reclined at table but as one that ministered, how many angels, I wonder, must now be ministering to Jesus when He would “bring together the Children of Israel one by one” and gather them from the dispersion, saving those who fear God and call upon Him, and must be cooperating more than the apostles in the increase and enlargement of the church! Thus in John certain angels are spoken of in the Apocalypse as actually presiding over the churches. Not in vain do angels of God ascend and descend unto the Son of Man, beheld of eyes that have been enlightened with the light of knowledge.

 

Origen
Aus: About Prayer (De Oratione)

Origen (Greek: Ὠριγένης Origen, Latin: Origen Adamantius, and in some older sources as Horigenes or inadvertently described as Origen, * 185 in Alexandria, † 254, a Tire or 253 in Caesarea Maritima), was a religious writer, a Christian scholar and theologian.

 


Ein Engel
Bernardino Luini, 1525
Fresco
Sanctuary of the Blessed Virgin of Miracles, Saronno

 

Wenn aber „Engel“ Gottes zu Jesus traten und „ihm dienten“, und die Annahme für uns unziemlich ist, dass der Dienst der Engel Jesu gegenüber auf kurze Zeit bei seiner leiblichen Anwesenheit unter den Menschen beschränkt gewesen sei, während doch Jesus selbst noch „in der Mitte“ der Gläubigen weilt, nicht „wie der, der zu Tische sitzt, sondern wie der, der bedient“: wie viele Engel müssen dann wohl als Diener für Jesus, wenn er „die Söhne Israels einzeln sammeln“ und die aus der Zerstreuung vereinigen will und die, „die [den Namen des Herrn] fürchten und anrufen, rettet, in höherem Maße als die Apostel mithelfen bei dem Wachstum und der Erweiterung der Kirche, so dass bei Johannes in der Offenbarung auch einige an der Spitze der Gemeinden stehende Engel genannt werden? Denn nicht ohne Grund „steigen die Engel Gottes hinauf und herab auf den Sohn des Menschen“, sichtbar für die „von dem Lichte der Erkenntnis erleuchteten“ Augen.

 

Origenes
Aus: Vom Gebet (De Oratione)

Origenes (Griechisch: Ὠριγένης Ōrigénēs; Lateinisch: Origenes Adamantius; in manchen älteren Quellen auch als Horigenes oder versehentlich als Origines bezeichnet, * 185 in Alexandria; † 254 in Tyros oder 253 in Caesarea Maritima) war ein Kirchenschriftsteller, christlicher Gelehrter und Theologe.

 

 

Webseite: www.origenes.de
Werke in Lateinisch / Works in Latin: Documenta Catholica Omnia

Engel im Schnee


Engel im Schnee – Christoph Kämper – www.pigasus.de

 

Schnee

 

Schnee, zärtliches Grüssen
der Engel,
schwebe, sinke -
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?
Schnee, zärtliches Grüssen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! -
Weisseste Feier
der Abgeschiedenheit.

 

Francisca Stoecklin (1894 – 1931)

 

„Nicht so, wie sie sind, erscheinen sie,
sondern so, wie die Sehenden sie sehen können.“

 

Johannes Damascenus

 

Diese Geschichte widme ich Isabel

 


Beweinung
Giotto di Bondone, 1304-1306
Aus dem Freskenzyklus der Arenakapelle, Padua

 

Vom Engel, der am Weihnachtsabend weinte

 

Werner Reiser

 

Als die Menge der himmlischen Heerscharen schon unterwegs zur Geburt des Kindes war, blieb ein einsamer Engel noch eine Weile in der Höhe zurück. Das sollte ihn teuer zu stehen kommen.

Er fühlte sich in der himmlischen Einsamkeit wohl und zog in grossen Bewegungen dahin. Dabei gelangte er zum «Palast der tiefsten Geheimnisse«. Er spürte es erst, als er in der Nähe war und ein unbekannter Sog ihn immer mehr gefangennahm. Da blickte er auf und sah den Palast. Er war unbewacht und stand weit offen. Alle seine Wächter waren auf dem Weg zur Erde, um dort das schönste Geheimnis der Menschwerdung mit eigenen Augen anzusehen. Was gab es da noch Weiteres zu bewachen und zu verbergen, wenn es doch jetzt aller Welt sichtbar werden sollte?

Das Geheimnis aus der Höhe begann jetzt eben in der Tiefe zu atmen und dazusein. So war der Palast unbewacht und schien leer. Dennoch ging eine seltsame Kraft von ihm aus und liess dem einsamen Engel keine Ruhe. Er fühlte sich immer näher hingezogen und konnte der Kraft nicht mehr ausweichen. Zwar haben auch Engel ihre Befehle und fühlen sich mit ihnen eins. Bei ihnen gibt es keine Kluft zwischen Müssen und Können wie bei uns. Aber für dieses Mal siegte doch die Neugierde, und es gelüstete ihn, in alles hineinzublicken. Er trat in den offenen Palast und folgte den spiralförmig angelegten Gängen, die ihn immer tiefer nach innen führten. An ihren Wänden sah er Bilder und Zeichen, die ihn an vieles erinnerten, was er schon gehört hatte. Anderes wieder war ihm unbekannt und undurchschaubar. Da waren die Urbilder der Schöpfung, die Gesetze und Kräfte alles Lebendigen, Töne, Farben und Formen, da waren die vielen Grundrisse der Geschichte in der Natur und bei den Menschen. Sie standen nicht erstarrt da, sondem bewegten sich unaufhörlich, als ob gerade jetzt wieder Neues entstünde. Weiter innen flossen die Gestalten des menschlichen Zusammenlebens immer neu ineinander, und alles strömte Lust und Leben aus. Dann kamen die Gänge des göttlichen Rufes, der durch alle Welt hin hallte. Dort schwebten die Hoffnungen der Menschen, die Ahnungen der Seher und die Weissagungen der Propheten.

Und dann, nach einer letzten Krümmung des Weges, stand er vor dem Innersten, vor der Herzkammer der göttlichen Geheimnisse. Gott selber konnte er nicht sehen. Denn Er ist mehr als die Summe seiner Geheimnisse. Aber was er sah, durchfuhr ihn bis zuinnerst. Da waren drei Bilder meinander verwoben. Er sah die Geburt eines Kindes, als ob es jetzt geschähe. Und er sah den Tod eines Mannes, und der Mann hatte dieselben Züge wie das Kind. Und zwischen beiden stand wie eine Gestalt mit zwei Armen die Liebe. Aber plötzlich flossen die Bilder ineinander über, und er sah den Tod des Kindes und die Geburt des Mannes und das schreckliche Gesicht der Liebe. Er schrie entsetzt auf und fiel zu Boden.

Als er wieder zu sich kam, taumelte er durch die Gänge zurück. Überall stiess er an die Wände, und ihm war, als ob ihm von allen Seiten nur Bilder von Schrecken und Tod entgegenströmten. Die Weissagungen tönten dumpf und drohend, die Hoffnungen zerfielen, die Rufe verhallten, die Gemeinschaften zerbrachen, Menschen und Völker welkten dahin, die Natur litt zu Tode, und die Schöpfung barst auseinander. Ihm war, dass auch in seinem eigenen Innem etwas zerbrochen war. Sosehr er sich auch bemühte, das ursprüngliche Bild der Liebe zurückzurufen, es gelang ihm nicht.

Sogar als er wieder im Freien war, wurde ihm nicht besser Auch der Himmel schien ihm gestört zu sein, und die Einsamkeit zermalmte ihn fast. Da durchfuhr es ihn plötzlich: «Ich muss es dem Kind sagen. Ich muss es warnen und beschützen.» So schnell er konnte, fuhr er zur Erde nieder. Je näher er ihr kam, desto stärker wurde der Gesang der lobenden Heerscharen. Er drängte sich keuchend durch den Jubel hindurch, und es gelang ihm, bis in die Nähe des Kindes vorzustossen. Da lag es, wie er es eben gesehen hatte, und über seinem Gesicht stand lächelnd die Liebe. Er versuchte mitzulächeln, aber er vermochte es nicht. Und während er noch schaute, verwandelte sich das Bild, und er sah das Ende. »Ich komme zu spät«, flüsterte er erschrocken, und eine abgrundtiefe Traurigkeit befiel ihn. So stand er und starrte, bis ihn ein anderer Engel fragte:

«Warum weinst du?» Er konnte nicht antworten. Da sagte sein himmlischer Gefährte: «Du hast gewiss etwas Trauriges erlebt. Schau doch auf das Kind in der Krippe, und du wirst froh werden! » Der Engel antwortete: «Ich sehe kein Kind in der Krippe. Ich sehe einen Mann im Sarg.» Da schüttelte der fröhliche Engel hilflos den Kopf und wandte sich singend ab.

Andere traten herzu und blickten strahlend auf das Kind. Der traurige Engel aber stand da und weinte. Er merkte nicht, dass seine Tränen auf das Kind niedertropften. Ein anderer, auch ein fröhlicher, sah es, unterbrach sein Lied und sagte halb freundlich, halb unwillig: «Wir alle haben unsere Sorgen mit den Menschen. Ich verstehe dich. Aber du darfst doch dieses Kind nicht mit dem Kummer der menschlichen Not taufen. Freue dich .jetzt mit uns. Zum Trauern ist noch genug Zeit. Singe mit uns, du hast eine so schöne tiefe Stimme! » Doch der Engel schaute ihn nur traurig an und blieb stumm. Da antwortete der andere: «Ah, du willst nicht? Dann gib uns anderen wenigstens deinen Platz an der Krippe frei. Wir wollen uns jetzt freuen. Du verdirbst uns nur da Fest» Und sie drängen ihn fröhlich, aber langsam nach hinten. So wurde es inmitten der Menge der himmlischen Heerscharen einsam um ihn her. Er liess sich niedersinken und blieb betrübt sitzen. Der Jubel flutete an ihm vorüber.

Endlich nahte sich ein hoher Engel und nahm ihn unter seine Fittiche. Er fragte ihn: «Warum freust du dich nicht? Das ist die schönste Stunde aller Ewigkeiten und Zeiten. Hast du das Kind nicht gesehen?» Er flüsterte: «Ich habe es gesehen. Aber ich habe auch den Tod des Mannes gesehen. Wir stehen vor der schrecklichsten Stunde aller Zeiten.» Da erhob sich der hohe Engel zu seiner ganzen Höhe und sagte: «Du warst im Palast der tiefsten Geheimnisse und hast geschaut, was nur die erlesenen Auserwählten sehen dürfen. Du bist ein Wissender geworden. Wissende aber müssen leiden. Je grösser das Wissen, desto stärker der Schmerz. Das kann dir niemand abnehmen. Das wirst du von jetzt an zu tragen haben, solange Liebe sterben muss, um Leben zu geben.»

«Wird man mich strafen?» fragte der traurige Engel scheu. Der hohe Engel antwortete: «Der Himmel straft nicht. Das solltest du doch wissen. Er gibt nur neue Aufgaben. Höre: du wirst in dieser Nacht überall Menschen aufsuchen, die an sich und an der Welt leiden. Nicht alles Leid ist vorbestimmt, wie du meinst. Geh und suche, wo du Leid abwenden kannst. Du wirst die Menschen ermutigen, auszuharren. Du wirst ihre Herzen öffnen für neue Zuversicht und ihre Hände stärken zu neuen Taten. Du wirst ihnen zeigen, dass die Liebe grösser ist als das Leben und stärker als der Tod. Ich sende dich. Geh! » Da erhob sich der traurige Engel und ging.

Wieder zog er einsam seines Weges. Aber er blieb nicht lange allein. Schon bald stürzte das Elend der Welt auf ihn ein. Denn weil sich alle Himmlischen um das Kind in der Krippe scharten, waren die Lebensträume der Menschen völlig engellos geworden. Und so stand der einzige himmlische Bote auf einmal der unverhüllten Not gegenüber, wie er sie noch nie erlebt hatte.

Er vergass alles, was in ihm war, und fing an zu helfen, zu heilen und zu trösten. Er linderte Schmerzen und zog das Gift aus den Wunden der Seelen und der Leiber. Er versenkte in Schlaf, wer vor Kummer nicht schlafen konnte. Er ermutigte, wer verzweifeln wollte. Er tröstete die Trauernden, die nicht vergessen konnten, und mischte den Weinenden ein zaghaftes Lächeln unter die Tränen. Er zeigte den suchenden Gedanken neue Lösungen und gab den verwirrten Trieben neue Kanäle. Er entwirrte den Knäuel der Gefühle, die um Hass und Rache kreisten, und gab ihnen eine versöhnliche Richtung. Aber das gab viel zu tun, er wurde vor Mühe grau im Gesicht.

Als er sah, dass das Elend kein Ende nahm und er fast nicht weiterkam, begann er, die Menschen selber zu beleben und füreinander einzuspannen. Er gab den Satten böse Träume, dass sie erwachten und über die Hungernden erschraken. Er beunruhigte die Friedlichen, dass sie auf einmal den Streit um sich her sahen und aufstanden, um Frieden zu stiften. Er erregte die Sanften, dass sie das Unrecht entdeckten und um Abhilfe kämpften. Er schüttelte die Gleichgültigen, dass ihnen die Augen aufgingen und sie die Not derer sahen, die neben ihnen lebten. Die Menschen wussten kaum, was ihnen geschah, und sagten zu einander: «Was für eine seltsame Nacht, in der die Unruhigen ruhig und die Ruhigen unruhig werden, in der Verzweifelte getröstet und die Getrösteten aufgeweckt werden. Es ist etwas Neues unter uns.» Der Engel arbeitete bis zum Morgengrauen. Dann flüsterte er. «Ich werde noch manche Nacht kommen, um zu trösten. » Und er verschwand. Er wusste noch nicht, dass er während der Nacht seinen Glanz verloren hatte. Von der vielen Arbeit und den vielen Berührungen mit dem Elend der Menschen war er ganz müde geworden.

Als er zum Kind zurückkam, war es um die Krippe still geworden. Der Engel hatten sich müde gejubelt und sich zurückgezogen oder schliefen. Auch die Mutter schlief und lächelte und weinte leise im Schlaf. Nur das Kind war wach und schaute dem müden Engel entgegen. Er kniete neben dem Kind nieder und erzählte ihm, was er in dieser Nacht bei den Menschen gesehen hatte. Und er erzählte ihm, dass die Liebe mehr ist als das Wissen und grösser als das Leben und stärker als der Tod. Und das Kind hörte zu. Seither darf jeder, der am Weihnachtsabend von etwas Müdem und Einsamem gestreift wird, wissen, dass ein Engel ihn mit dem Elend der Welt und mit dem Kind in der Krippe verbindet.

 

 

PDF-Datei zum downloaden:
Vom Engel, der am Weihnachtsabend weinte (Werner Reiser)

Es war einmal eine Glocke

 

Es war einmal eine Glocke

 

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum…
Und es war einmal eine Flocke,
die fiel dazu wie im Traum…

Die fiel dazu wie im Traum…
Die sank so leis hernieder,
wie ein Stück Engleingefieder
aus dem silbernen Sternenraum.

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum…
Und dazu fiel eine Flocke,
so leis als wie ein Traum…

So leis als wie ein Traum…
Und als vieltausend gefallen leis,
da war die ganze Erde weiss,
als wie vom Engleinflaum.

Da war die ganze Erde weiss,
als wie von Engleinflaum.

 

Christian Morgenstern

 

Ein Weihnachtsengel

Ein Weihnachtsengel

Walter Benjamin (1892-1940)

 

Mit den Tannenbäumen begann es. Eines Morgens, als wir zur Schule gingen, hafteten an den Strassenecken die grünen Siegel, die die Stadt wie ein grosses Weihnachtspaket an hundert Ecken und Kanten zu sichern schienen. Dann barst sie eines schönen Tages und Spielzeug, Nüsse, Stroh und Baumschmuck quollen aus ihrem Innern: der Weihnachtsmarkt. Mit ihnen quoll noch etwas anderes hervor: die Armut. Wie Äpfel und Nüsse mit ein wenig Schaumgold neben dem Marzipan sich auf dem Weihnachtsteller zeigen durften, so auch die armen Leute mit Lametta und bunten Kerzen in den bessern Vierteln. Die Reichen schickten ihre Kinder vor, um jenen der Armen wollene Schäfchen abzukaufen oder Almosen auszuteilen, die sie selbst vor Scham nicht über ihre Hände brachten. Inzwischen stand bereits auf der Veranda der Baum, den meine Mutter insgeheim gekauft und über die Hintertreppe in die Wohnung hatte bringen lassen. Und wunderbarer als alles, was das Kerzenlicht ihm gab, war, wie das nahe Fest sich mit jedem Tage dichter in seine Zweige verspann. In den Höfen begannen die Leierkasten die letzte Frist mit Chorälen zu dehnen. Endlich war sie dennoch verstrichen und einer jener Tage wieder da, an deren frühesten ich mich hier erinnere.

In meinem Zimmer wartete ich, bis es sechs werden wollte. Kein Fest des späteren Lebens kennt diese Stunde, die wie ein Pfeil im Herzen des Tages zittert. Es war schon dunkel, trotzdem entzündete ich nicht die Lampe, um den Blick nicht von den Fenstern überm Hof zu wenden, hinter denen nun die ersten Kerzen zu sehen waren. Es war von allen Augenblicken, die das Dasein des Weihnachtsbaumes hat, der bänglichste, in dem er Nadeln und Geäst dem Dunkel opfert, um nichts zu sein als ein unnahbares, doch nahes Sternbild im trüben Fenster einer Hinterwohnung. Und wie ein solches Sternbild hin und wieder eins der verlassnen Fenster begnadete, indessen viele weiter dunkel blieben und andere, noch trauriger, im Gaslicht der frühen Abende verkümmerten, schien mir, dass diese weihnachtlichen Fenster die Einsamkeit, das Alter und das Darben – all das, wovon die armen Leute schwiegen – in sich fassten. Dann fiel mir wieder die Bescherung ein, die meine Eltern eben rüsteten. Kaum aber hatte ich so schweren Herzens wie nur die Nähe eines sichern Glücks es macht, mich von dem Fenster abgewandt, so spürte ich eine fremde Gegenwart im Raum. Es war nichts als ein Wind, so daß die Worte, die sich auf meinen Lippen bildeten, wie Falten waren, die ein träges Segel plötzlich vor einer frischen Brise wirft:

„Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder wo wir Menschen sind“

- mit diesen Worten hatte sich der Engel, der in ihnen begonnen hatte, sich zu bilden, auch verflüchtigt. Nicht mehr lange blieb ich im leeren Zimmer. Man rief mich in das gegenüberliegende, in dem der Baum nun in die Glorie eingegangen war, welche ihn mir entfremdete, bis er, des Untersatzes beraubt, im Schnee verschüttet oder im Regen glänzend, das Fest da endete, wo es ein Leierkasten begonnen hatte.


The Nativity
Domenico Ghirlandaio, 1492
Tempera auf Holz, 45 x 42 cm
Pinacoteca, Vatikan

 

Schweizerdeutsch

 

Vor tuusig und nüünhundert Joor

 

Vor tuusig und nüünhundert Joor
Isch es gschee, und das ischt woor,
Lyt de Josef und sy Frau
Im ene Stall im Haberstrau.
Si händ briegget und händ gfroore
Und de Muet und Trooscht verloore.

Undereinischt foots aa schyne
Vomene Glanz, und mit ere fyne
Stimm ghöört men en Ängel singe:
„Ich tuen Euch de Heiland bringe.“

Gold lüüchtets z ringselum,
und de Josef cheert si um.
Won er wider ane luegt,
Lyt en zaarte, chlyne Bueb
Is Maria-Mueters Schooss:
S ischt de Heiland, aarm und blooss.
Oo, wie luegts en früntli aa,
Oo wie nimmts en a sech aa!
Und de Josef bättet still,
Wil er en ned wecke will!

Aber dobe uf em Tach
Hebe sibe Ägeli Wach,
Singe lyslig, spile Gyge,
Günne Röösli vo de Zwyge.
Löö sie flüüge, und de Wind
Fächlet si zom Jesus-Chind!

 

Ernst Laur

Schriftdeutsch

 

Vor tausend und neunhundert Jahren

 

Vor tausend und neunhundert Jahren
Ist es geschehen, und das ist wahr,
Liegt der Josef und seine Frau
In einem Stall im Stroh.
Sie haben geweint und haben gefroren
Und den Mut und Trost verloren.

Auf einmal fängt es an zu scheinen
Von einem Glanz, und mit einer feinen
Stimme hört man einen Engel singen:
„Ich bringe euch den Heiland.“

Golden leuchtet es rundherum,
und der Josef kehrt sich um.
Als er wieder hinschaut,
Liegt ein zarter, kleiner Junge
In Maria-Mutters Schoss:
Es ist der Heiland, arm und bloss.
Oo, wie schaut sie ihn freundlich an,
Oo wie nimmt sie ihn an sich an!
Und der Josef betet still,
Weil er ihn nicht wecken will!

Aber oben auf dem Dach
Halten sieben Engel Wache,
Singen leise, spielen Geige,
Pflücken Röslein vo den Zweigen.
Lassen sie fliegen, und der Wind
Fächelt sie zum Jesus-Kind!

 

Ernst Laur

 

Aha, so enstehen also Babys… ;-) Und von Geburtsbegleitung hat Josef wohl auch nichts gehört… dreht sich einfach weg, tststs. Naja, war ja auch nicht sein „Balg“, sofern man der katholischen Kirche glaubt… *ggg*

’s Engeli am Wiehnachtsbaum

 

Schweizerdeutsch

 

’s Engeli am Wiehnachtsbaum

 

Brennigi Stengeli,
goldigi Kügeli.
Z’mitts drin am Fädeli
zapplet en Engeli,
ka weder Flügeli
no syni Wädeli
bruche zuom Goh.

’s Scherli as Mitteli,
meint’s, nähm em ’s Fädeli
hüt no vom Bückeli.
Nei, nei. My Ditteli
fliegt sunst vom Sädeli
grad wie ne Gückeli
uf und dervo.

 

Theodor Masarey

Schriftdeutsch

 

Das Engelein am Weihnachtsbaum

 

Brennende Stengelchen,
goldene Kügelchen.
Mittendrin am Fädchen
zappelt ein Engelein,
kann weder Flügelchen
noch seine Wädchen
brauchen zum Gehen.

Das Scherlein als Mittelchen,
meint es, nähme ihm das Fädchen
heute noch vom Buggelchen.
Nein, nein. Meine Puppe
fliegt sonst vom Hühnerstengelchen
gerade wie ein Hähnchen
auf und davon.

 

Theodor Masarey

Ältere Artikel »