Die Versuchung des Heiligen Thomas von Aquin
Diego Rodríguez de Silva y Velázquez, um 1632
Öl auf Leinwand, 244 x 203 cm
Museo Diocesano, Orihuela
„Engel übersteigen jede Religion, jede Philosophie, jedes Glaubensbekenntnis. Tatsächlich haben Engel keine Religion wie wir sie kennen… Ihre Existenz geht jedem religiösen System voraus, das jemals auf der Erde existiert hat.“
„Angels transcend every religion, every philosophy, every creed. In fact angels have no religion as we know it… their existence precedes every religious system that has ever existed on earth.“
Thomas von Aquin









WORTE DEINES SCHUTZENGELS






































Das dem Tomas v. Aquin zugeschriebene Zitat ist für mich sehr tröstlich. Etwa von da aus möchte ich den Ort der Engel finden und von ihnen gefunden werden… Eine Frage ist für mich dann: „Was machen wir heutzutage aus „Engeln“, indem wir an- betteln statt Bitten“?
Gab es das Bitten wohl in einer andern Form in vor- religiösen Zeiten oder war die Schau zum Schöpferischen grundsätzlich eine andere?
Bitten sei und ist das A und O, selbst für einen Atheisten. Doch wie, wenn es im Augenblick nicht zustande kommen kann? Dann bleibt mir nur das Betteln oder das Versinken…
Wie kann eigenes Beten aus der inneren Form entstehen das es nicht zum Bettel wird? ? Aus der Bitte oder umgekehrt? Warum zaudere ich, wenn ich das Elend meiner nächsten Mitmenschen sehe und ihre Unkenntnis um das eigene Bitten? Wenn nicht nur Einzelne sondern Viele dadurch betroffen sind…Wer hilft mir dann in der Ohnmacht des ersten „Erkennens“? ? Wer hilft Ihnen? Wie darf und kann ich dann bitten?
Zu dem Bild von Thomas v, Aquin mit dem dem Zitat:
Auf dem Gemälde scheint er die eigene Besinnung vor dieser Erkenntnis / ? Offenbarung, nicht ohne Zusammenbruch zu erleben, an seiner Seite sind Gestalten abgebildet mit Flügeln, „folglich Engel“. Ich finde, dass Menschen einander stützen sollten, damit die Kräfte der Engel durch sie wirken können. Ohne echte Mitmenschlichkeit werden vermutlich auch Engel „arbeitslos“?
Das Zusehen am menschlichen Leid: wie halten Engel so was aus? Dafür müsste doch eine gaz andere Sicht
sein, sonst geht ja jedes Licht aus…
Zu dem Gedicht des Engels im Sinne: „Bring mir zurück, was ich verlor“ … so tun wir, (die Meisten) es in solchen Situationen des Verlustes: ob wir nun glauben oder nicht… und es läuft auch immer so ab, wenn wir das Geliebte( „X“) zu verlieren glauben. In Wirklichkeit kann jedoch nichts verloren gehn, es ist nur dem Wandel unterworfen…Ein Mensch sagte mir in dieser Stuation: „Was immer geschieht, geben Sie
(„X“ ) niemals auf. Seitdem kann ich besser durch „Flammen“ oder „Wüsten“ und Einöden laufen…, das berührende Wort damals geschah mir durch einen Menschen, der Mitgefühl hatte… und selbst in Not war…
Ich denke es fehlt neben dem Heilenden der Bitten auch das echte Danken, in den Zeiten indenen wir wir beschenkt sind durch dass, was uns lieb, teuer oder wertvoll erscheint….
Wenn ich gelegentlich bettle, statt bitte, denke ich, falls es auch Engel im Sinne unserer Projektionsvorstellungen gäbe, ausserhalb der Darstellungssucht, dann müssten diese Geschöpfe wahrscheinlich eine ausdauernde Geduld entwickeln, während wir ja selber oft dem bedrängten Mitmenschen gegenüber „den Laden sehr schnell dicht machen…und ihn auch noch verurteilen…“
Vielleicht ist noch nicht mal bitten notwendig. Sind wir nicht alle aus Gott geschaffen und desshalb selbst vollkommen, so wie Gott es ist? Warum also überhaupt um etwas bitten? Und ist das „grösste“ Gebet nicht das, wo ich weiss, dass Gott ich ist und ich Gott bin? Um was kann ich bitten, wenn ich doch schon alles bin? Wer sollte es mir geben, wenn ich Gott bin?
Vielleicht sehen Engel nicht das Leid des Menschen, sondern seine Schmerzen. Leiden und Schmerzen sind nicht dasselbe. Schmerz wird erst zu Leid, wenn ich den Schmerz verurteile. Engel verurteilen uns nicht. Also leiden sie auch nicht. Aber sie können spüren, was wir spüren, ohne zu werten.
Und wenn ich die Schöpferin dessen bin, was mir widerfährt, warum sollte ich irgendeinem Gott danken, der scheinbar getrennt von mir ist? Gott ist kein Gott, der beleidigt ist, wenn man „ihm“ nicht formellen Dank darbringt. Der Dank bist Du selbst.