
Half Figure of an Angel
Vincent Van Gogh, September 1889
Gemalt in Saint-Rémy, Frankreich
Öl auf Leinwand
“Auf der Straße wandert ein Pilgrim dahin, den Stab in der Hand. Er ist schon sehr lange unterwegs, und er ist sehr müde. Und da trifft er eine Frau oder Gestalt in Schwarz, die einen an Sankt Pauli Wort denken lässt: traurig, aber allezeit fröhlich. Dieser Engel Gottes ist dort hingestellt worden, um die Pilger zu ermutigen und ihre Fragen zu beantworten. Und der Pilger fragt sie: Geht denn die Straße immer bergauf? Und die Antwort ist: Gewiß, bis ans Ende, gib acht. Und er fragt von neuem: Und dauert die Reise den ganzen Tag? Und die Antwort ist: Vom Morgen, Freund, bis in die Nacht. Und der Pilger geht weiter, traurig, aber allezeit fröhlich – traurig, weil es so weit ist und die Straße so lang. Hoffnungsvoll blickt er auf zu der Ewigen Stadt. Muss nicht der Mensch auf Erden kämpfen? Aber es gibt einen Trost von Gott in diesem Leben. Ein Engel Gottes tröstet den Menschen – das ist der Engel der Liebe.”
Vincent van Gogh in seiner ersten Predigt, Oktober 1876,
als er Hilfspfarrer in London war,
gehalten in der methodistischen Kirche von Isleworth





























