Du bist wütend geworden und hast vielleicht jemanden laut oder leise beschimpft oder verflucht.
Dann legt sich irgendwann der Zorn und Dich beschleicht vielleicht ein Schuldgefühl. Du denkst: ‘Das hätt ich nicht tun oder sagen sollen, ein gottgefälliger Mensch tut das nicht, ein erleuchtetes Wesen tut das nicht, das war nicht nett…’ u.s.w.
Dann versuchst Du es “wiedergutzumachen”: Du bittest Gott um Verzeihung, oder die andere Person, Du betest oder meditierst, Du windest und drehst Dich im Bemühen, Dich irgendwie anders zu sehen und zu fühlen, wie mit diesen Schuldgefühlen.
Selbst wenn es Dir gelingt, Dich diesen zu entledigen, bleibt es doch ein sich wiederholender Kreis, weil Du ETWAS TUN WILLST.
Das eine mal bemühst Du Dich gut zu sein, bzw. so, wie die Gesellschaft, die Religion “gut sein” definiert. Das andere mal schlägst Du wild um Dich. Wut fühlt sich oft kraftvoller, authentischer an, als bein “gut sein”, von dem Du denkst, dass Du so sein solltest.
Ich sage Dir: Meinen Frieden kannst Du nicht erlangen, meinen Frieden hast Du schon. Was auch immer Du tust, es wird Dich nicht zu dem bringen, was Du suchst. Du kannst Dir Wohlgefühl erlauben, was aber nicht mit tun beginnt. Fühlst Du Dich wohl, folgt alles andere nach, mühelos, vollkommen.
Du magst nun fragen: ‘Wie kann ich mich denn wohl fühlen, wenn nicht die nötigen Bedingungen gegeben sind?’
Ich frage Dich: Welche Bedingungen braucht denn das Glück? Kann die Hand das Herz erschaffen, oder ist es nicht vielmehr das Herz, das die Hände dirigiert?
CHRISTUS





























