Viele mögen auch schon davon gehört haben: Dass manche Lieder, rückwärts gespielt, Botschaften enthalten. Das Thema kam vor einigen Jahrzehnten auf, geriet dann aber wieder in Vergessenheit.
Die Entdeckung entstand dadurch, dass im Oktober 1983 dem Fernsehtechniker David John Oates ein Walkman in die Toilette gefallen ist. Beim Versuch ihn zu reparieren, sollen ihm aber Fehler unterlaufen sein, so dass das Gerät nur noch rückwärts abspielte. Als er von Rückwärtsbotschaften in Musikstücken hörte, soll er sich auf die Suche gemacht haben und fündig geworden sein und das Phänomen weiter untersucht haben. Seine Webseite: Reverse Speech.
Seit einigen Jahren ist die Aufmerksamkeit am Phänomen “Rückwärtssprache” (engl.: Reverse Speech) wieder erwacht. So beschäftigt sich z.B. auch Karina Kaiser beruflich mit der Analyse von rückwärtsgespielten Audios. Auf ihrer Webseite – Karina Kaiser – Reverse Speech Consultant and Trainer finden sich viele interessante Infos dazu und vorallem: dutzende von Audiobeispielen zum anhören. So auch z.B. von der angeblich erfolgten ersten Mondlandung, versch. Politikern und Promis, Musik, Kindern, Privatpersonen, Michael Jackson und weiteren.
Die sich mit Rückwärtssprache beschäftigen, behaupten, dass sich dabei die unbewusste Ebene des Sprechers offenbart, ob ihm das lieb ist oder nicht, und dabei nicht gelogen werden kann. Man darf aber nicht vergessen, dass bei jeder Audioaufnahme erstmal das gespiegelt wird, was der Redner denkt. Das kann tatsächlich zutreffen, aber auch nur seine Empfindung sein.
Das ganze kann einfach selbst ausprobiert werden, und zwar mit der Audiobearbeitungssoftware “Audacity”. Das Programm ist kostenlos. Link: Audacity. Damit kann man etwas aufnehmen und rückwärts laufen lassen (Reiter “Effekte” –> “Rückwärts”). Oder man öffnet eine beliebige Audiodatei. Um eine allfällig gefunde Botschaft besser verstehen zu können, kann man das Rückwärtgespielte zusätzlich langsamer laufen lassen (unter dem Reiter “Effekte” —> “Tempo ändern”). Ich empfehle eine Temporeduzierung von ca. -50 %.
Ich hab das natürlich selbst ausprobiert und bin auf erstaunliche Ergebnisse gestossen. Das Hinhören erfordert etwas Übung und ein aufmerksames Ohr, denn nicht alle Botschaften, sind gleichermassen verständlich und nicht jedes Audio weist eine eindeutige Rückwärtsbotschaft auf. Man darf nicht erwarten, dass sie genauso klar sind, wie das Vorwärtsgesprochene. Trotzdem waren manche Ergebnisse dabei echt verblüffend! Z.B. habe ich den vollen Namen meines Partners aufgenommen. Dabei sind ganz klar unter anderem die Worte “First Love” zu hören. Das hat mich echt vom Sockel gehauen. Und das ist ja kein Einzelfall. Gerade auf Karina’s Seite gibts Dutzende von Hörbeispielen. Als ich “Wer bin ich?” aufgenommen und rückwärts gespielt habe, könnte man “Ich bin lieb, brav” raushören, hahahaha…
Da dacht ich mir, hmmm, was kommt raus, wenn ich eine Rede von Barack Obama mal rückwärts laufen lasse? Z.b. die, wo er den Tod von Osama Bin Laden bekannt gibt? President Obama on Death of Osama bin Laden . Ich habe die ersten 19 Sekunden am Anfang untersucht. Nicht zuletzt durch dieses kleine Experiment halte ich es für möglich, dass die ganze Aktion mit dem Töten von Osama bloss ein Lüge ist.
Ich werde weiter experimentieren…
Links:
Karina Kaiser – Reverse Speech Consultant and Trainer
David John Oates – Reverse Speech
www.psychophysikcom





























