Not-Knowing – Nicht-Wissen

Ksitigarbha, the eart store bodhisattva (commons.wikimedia.org)
Ksitigarbha, the earth store bodhisattva
With his staff he uses to pound open the gates of Hell,
and his cintamani pearl for illuminating all the various realms of hell,
to benefit sentient beings trapped there
commons.wikimedia.org

 

NOT-KNOWING

We do not fear that,
what we usually think of as death,
but the uncertainty, that may accompany it.
It’s the not-knowing that scares us,
because our whole, past life was built upon knowing
– to be safe from the sudden loss of our self,
even if this loss is only seemingly,
because it is not possible to lose that, what we truly are.
Every effort, as well that, what we may regard as very noble,
is ultimately an attempt to escape this uncertainty.
It is the look into this abyss, which bottom we don’t recognize,
we are afraid of,
because this look brings us in contact with that feeling,
that feels like a fall from those heaven of being borne.
All our fears always go back to this primal fear.
However, we will always fall again
– if we search for those heavens, which are coming and going.
And yet, those who think they die, maybe they are closer to the truth,
than those, who never consider themselves to be fallen from that heaven,
because their illusion is exactly proportional to the realization.
Then a miracle may happen,
as it might only happens once every 1000 Eons,
and a great sinner becomes a great saint,
and in the midst of death blossoms life,
and the world and God are no longer different from each other.

Barbara-Paraprem

 

 

NICHT-WISSEN

Wir fürchten nicht das,
was wir für gewöhnlich als Tod betrachten,
sondern die Ungewissheit, die damit einhergehen mag.
Es ist das Nicht-Wissen, das uns Angst macht,
weil unser ganzes, bisheriges Leben darauf aufgebaut war, zu wissen
– um sicher zu sein vor dem plötzlichem Verlust unser Selbst,
auch wenn dieser Verlust nur scheinbar ist,
da es nicht möglich ist, das zu verlieren, was wir in Wahrheit sind.
Jedes Bemühen, auch jenes, dass wir als sehr edel betrachten mögen,
ist letztlich ein Versuch, dieser Ungewissheit zu entfliehen.
Es ist der Blick in diesen Abgrund, dessen Grund wir nicht erkennen,
vor dem wir uns fürchten,
weil dieser Blick uns mit jenem Gefühl in Kontakt bringt,
dass sich wie ein Fall aus dem Himmel des getragen werdens anfühlt.
Alle unsere Ängste gehen immer auf diese Ur-Angst zurück.
Wir werden jedoch immer wieder fallen
– solange wir jene Himmel suchen, die kommen und gehen.
Und doch sind jene, die zu sterben meinen, vielleicht näher an der Wahrheit,
als alle, die sich niemals aus diesem Himmel zu gefallen sein wähnen,
weil ihre Illusion exakt proportional zum Erkennen steht.
Dann mag ein Wunder geschehen,
wie es vielleicht nur alle 1000 Aeone einmal geschieht,
und ein grosser Sünder wird zu einem grossen Heiligen,
und inmitten von Tod erblüht Leben,
und Welt und Gott sind nicht mehr voneinander verschieden.

 Barbara-Paraprem

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