In the sewing hell – In der Näh-Hölle

Rakusu 1
While sewing my rakusu… (2013) © Photo: Barbara-Pararpem

In the sewing hell

When I went last Friday in the zendo for sitting, I took the two new support cushions with me, which I’d bought specially. In the zendo it has only three of these and two of them need my friend. A zafu is not enough – what I found out only after 2 3/4 years, believe it or not! Somehow I did not realize, that this is possibly one reason for my back pain while sitting. Finally my friend, who is leader of the Friday sitting respectively Zen priest, has analysed together with me more closely my posture while sitting. Since then I sit, regarding the physical side, much easier if I push one or two of these pillows under the zafu, although the back may still answer after 10-20 minutes. Anyway, the legs go numb regularly.

When I asked after the sitting, where I could stow them (- so that they are not lost trough putting them to the big pile of other pillows), my friend looked at the large plastic bag, in which I had taken them with me and said, I should sew a name tag on them and get a fabric bag, where I could store later the kimono too.

I have at least 1 hour, if not two, combed the web for a suitable fabric bag. There are none. So I have, altough reluctantly, decided, to sew one by myself. That can’t be so hard, I thought. Although I know: I have absolutely no talent to sew. It also gives me no joy, it makes my blood not aboiling – at least not of lust, at most of trouble.

What can I say: I’d better took the plastic bag. I know: totally lacking in style. Almost as bad as if you would put the Okesa in a plastic bag. The bag, that I have sewn, has become an botch, if at all useful. Botch, botch, botch. Not just ugly. I’ve also had no patience, what else could so become it. And in my megalomania I had even in mind a lining and internal dividers. Haha. The money for the fabric, it wasn’t worth.

As I began to sew the rakusu, that was a great feeling, like coming home! But the completion of it: the sheer horror! Yet for someone, who has sometimes compulsive neurotic tendencys. No one can imagine to sew several hours on something and in the end not being further a single stitch. Not one !!! I had „threaded like crazy“. Improvisation from my friend, who gave me sewing instructions, while sewing in the white fabric on the back side, was also required, because I had botched it and the whole throw waves as on the high sea. I was allowed to look at some Raksusus from a close distance and none, not one, was nearly so crooked, bumpy and messed up as mine, somehow. All so wonderfully flat, straight, precisely, „perfect“.

At the handwork in school I remember with mixed feelings. The first teacher of this subject, I liked very much. The other: less. They probably don’t liked me too. The accidental „drop of the stich“ during this shitty knitting „gloves with thumb“ brought up a bollocking. Not that I’m assessed really clumsy, on the contrary, but I was never and I am not a seamstress. Never. My heart beats for painting and writing. And not for the eye of the needle. If there is a hell, then it’s the sewing hell, and therein govern handwork teachers and seamstresses, roasting the damned on the sewing machine rust.

Barbara-Paraprem

grins

In der Näh-Hölle

Als ich letzten Freitag zum sitzen ins Zendo ging, nahm ich die zwei neuen Stützkissen mit, die ich mir extra gekauft hatte. Im Zendo hat es lediglich 3 solcher und zwei davon braucht mein Freund. Ein Zafu allein genügt nicht – was ich aber auch erst nach sage und schreibe 2 3/4 Jahren sitzen herausgefunden habe! Irgendwie habe ich nicht realisiert, dass das möglicherweise mit ein Grund für meine Rückenschmerzen beim sitzen ist. Bis dann mal mein Freund, der Leiter des Freitagssitzens ist bzw. Zenpriester, mit mir zusammen meine Sitzhaltung genauer untersucht hat. Seither sitze ich, was die körperliche Seite anbelangt, bedeutend leichter wenn ich ein oder zwei solcher Kissen unters Zafu schiebe, wenn auch nach wie vor der Rücken sich nach 10-20 Minuten melden mag. Die Beine schlafen mir sowieso regelmässig ein.

Als ich nach dem sitzen fragte, wo ich diese hintun könne (- damit sie nicht irgendwie abhanden kommen, wenn ich sie zum grossen Haufen der anderen Kissen lege), blickte mein Freund auf den grossen Plastiksack, in dem ich sie mitgenommen hatte und meinte, ich solle sie mit meinem Namen anschreiben und eine Stofftasche dafür besorgen, wo ich später auch mal den Kimono darin versorgen könnte.

Ich habe mind. 1 Stunde, wenn nicht zwei, das Web nach einer geeigneten Stofftasche durchforstet: Es gibt keine. Also habe ich mich, wenn auch widerwillig, dazu entschlossen, selbst eine zu nähen. Das kann ja wohl nicht so schwer sein, dachte ich. Obwohl ich weiss: Ich bin absolut unbegabt, was das nähen betrifft. Es macht mir auch keine Freude, es bringt mein Blut nicht in Wallung – jedenfalls nicht aus Lust, höchstens aus Ärger.

Was soll ich sagen: Ich hätt besser den Plastiksack genommen. Ich weiss: absolut stillos. Fast so schlimm, wie wenn man die Okesa in einen Plastikbeutel stecken würde. Die Tasche, die ich genäht habe, ist ein völliger Murks geworden, falls überhaupt brauchbar. Murks, Murks, Murks. Nicht einfach nur hässlich. Ich hab auch keine Geduld gehabt, wie soll’s da auch anders rauskommen. Und mir schwebte in meinem Grössenwahn sogar noch eine Fütterung und Innenunterteilung vor. Haha. Ich hätt mir das Geld für den Stoff sparen können.

Als ich das Rakusu zu nähen begonnen hatte, war das ein tolles Gefühl, als würde ich nach Hause kommen! Aber die Fertigstellung von diesem: der blanke Horror! Für eine zuweilen zwangsneurotisch Verlangte jedenfalls schon. Niemand kann sich vorstellen, mehrere Stunden an etwas zu nähen und am Schluss keinen einzigen Stich weitergekommen zu sein. Keinen einzigen!!! Ich hatte mir „einen Wolf gefädelt“. Improvisation beim einnähen des weissen Stoffes hinten war durch meinen Freund, der mir Nähanleitung gab, auch gefordert, weil ich’s irgendwie vermurkst habe und das ganze Wellen wie auf hoher See warf. Ich durfte schon etliche Raksusus aus der Nähe betrachten und keines, nicht ein einziges, war auch nur annähernd so krumm, holprig und vermurkst wie meines, irgendwie. Alle so wundervoll flach, gerade, punktgenau, „perfekt“.

An den Handarbeitsunterricht in der Schule denke ich mich höchst gemischten Gefühlen zurück. Die erste Lehrerin dieses Faches, die mochte ich sehr. Die anderen: weniger. Sie mich wohl auch nicht. Das versehentliche „fallenlassen der Masche“ bei diesem beschissenem „Handschuhe mit Daumen“ stricken brachte ein Anschiss ein. Nicht dass ich ausgesprochen grobmotorisch veranlagt wäre, im Gegenteil, aber ich war und bin keine Schneiderin. Niemals. Mein Herz schlägt für’s malen und schreiben. Und nicht fürs Nadelöhr. Wenn es eine Hölle gibt, dann ist es die Näh-Hölle, und darin regieren Handarbeitslehrerinnen und Schneiderinnen, die die Verdammten auf dem Nähmaschinenrost braten.

Barbara-Paraprem

grins

 

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