It’s never been about the cigarette…

Smoking (Bill Branson, commons.wikiemdia.rog)
Photo: Bill Branson – commons.wikimedia.org

 

It’s never been about the cigarette…

I’m on my way to the city. Would like to sit on the bench at the bus stop. But a man sits there and smokes. On arrival station I sit down to two young ladies, not smoking. Only because of that I have ever taken place. I take out my iPad and paint a little. Suddenly, one begins to whiff. I consider first whether I say something and how I say at best, to not hurt her smoker feelings. I don’t say anything, pack up my things and stand further away, although I would have preferred to sit and painting on the iPad in this way is not so relaxed. So I stand there on the platform, when suddenly a man, maybe only two or three meters beside me, lights a cigarette…

As the experience has shown in the past, it rarely makes sense to seek dialogue, even if that happens in SUPER-SUPER-MEGA-POLITENESS, because most smokers respond blankly and then even insults have come. Anyhow, it would be a matter of the smoker, to take responsibility, not the other way around and I’m just tired to struggle constantly for understanding for what was supposed to be self-evident. Although the circumstances (distance, wind) are so, that I do not get the full load: it just reeks. Quite often I become fully (!) fumigated without any batting an eyelid.

The cigarette is, of course, usually thrown onto the ground. There are even others who rid the dirt, even if there is a trash can only a arm’s length away. I don’t understand that: the trash can is beside them (!), but it seems that the cigarette should disposed on the ground. As I myself was still smoking, there was no problem to stub she out at the nearest wall or on the ground (- also between two fingers worked without any problems) and wrap it p.e. in a paper tissue or piece of paper, then throw in the next trash can. I’ve also heard of smokers, who carry a can with them as portable ashtray. Just his carpet of cigarettes is often disgusting to look at, even if there is no one who smokes.

I know what smokers likes to talk to themselves into believing: ‚That does not reek‘. Or that the smoke is only there noticeable, where this gray smoke is rising and for a second or two in the air is visible. But this is not so: The smoke is metres away smellable respectively stinks to there. And not only I feel that way. I’ve talked with many people, some once smoked themselves or even still are smoking, who experience this similarly.
For example, if someone would walk around with a super loud booming sound system and would all-round treat violently with sound: the people would look, the one or the other might even say something. Or if someone would look as if he had fallen into a manure hole and did also smell, very few would be delighted. Only smokers talks to themselves into believing, that they do no violence.

In fact, I make the observation again and again, that just when other people are in the near, a cigarette is lit with especially pleasure. Most smokers have confirmed this to me. Why is that so? In this way they can finally fill a certain emptiness, and feel belonging to others, even if they are among strangers, and the mobile „tobacco peace“ go’s into action.

All smokers who I’ve asked till now, without exception, have confirmed to me, that the first cigarette, or the first few, tasted bad, and usually have triggered massive coughing fits. It’s funny: And today they should taste? So they lie to themselves. Not a few people have not smoked a few days for various reasons (- Not least myself!), afterwards again, and – wonder of wonders! – the first cigarette after this smoke break has tasted, curiously, not so good, if not disgusting.

It was never about the tobacco, NEVER! The point is to find a moment of apparent peace, because for the duration of the cigarette this „unrest“ seems to have disappeared magically. This feeling is real and has a real reason and many facets and levels of intensity. But in the end it’s always about compensate a lack of something. It was never about the tobacco!!!

I also know addictive tendencies. Not only concerning my former smoking. I know exactly how crappy this can feels like and I have quite compassion for smokers. My hope or request is just, that someone looks a bit into himself and around, before a cigarette is lit…

 Barbara-Paraprem

Um die Zigarette ging es nie…

Ich mache mich auf den Weg in die Stadt. Würde gerne auf die Bank bei der Bushaltestelle sitzen. Ein Mann sitzt aber da und raucht. Am Bahnhof angekommen setze ich mich zu zwei jungen Damen, noch nicht rauchend. Nur desshalb habe ich da überhaupt Platz genommen. Ich nehme mein iPad hervor und male ein wenig. Plötzlich fängt die eine an zu paffen. Ich überlege zuerst, ob ich was sage, und wie ich das allenfalls sage, um ihre Raucher-Gefühle nicht zu verletzen. Sage nichts, packe meine Sachen zusammen und stelle mich weiter weg hin, auch wenn ich lieber gesessen hätte und auf dem iPad malt es sich so auch nicht so entspannt. Ich stehe also auf dem Perron da, als plötzlich ein Mann, vielleicht nur zwei-drei Meter neben mir, eine Zigarette ansteckt…

Wie die Erfahrung in der Vergangenheit gezeigt hat, hat es da nur ganz selten einen Sinn, das Gespräch zu suchen, auch wenn das in aller OBER-OBER-SUPER-FREUNDLICHKEIT geschieht, weil die meisten Raucher verständnislos reagieren und daraufhin auch schon Beleidigungen gekommen sind. Ausserdem wäre es am Raucher, Verantwortung zu übernehmen, nicht umgekehrt und ich bin es einfach leid, ständig um Verständnis dafür zu ringen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Auch wenn die Umstände (Abstand, Wind) so sind, dass ich nicht gleich die volle Ladung abbekomme: es stinkt einfach. Nicht selten werde ich auch ohne jedes Wimpernzucken vollstens (!) eingemottet.

Die Zigarette wird, selbstverständlich, meistens auf den Boden geworfen. Es gibt ja andere, die den Dreck wegmachen, auch wenn es eine Armlänge neben ihnen einen Abfalleimer hat. Ich begreif das nicht: Der Abfalleimer steht neben ihnen (!), aber es scheint sich so zu gehören, dass die Zigarette am Boden entsorgt wird. Als ich selbst noch rauchte, war es kein Problem, sie an der nächsten Wand oder am Boden auszudrücken (- auch zwischen zwei Fingern ging problemlos) und z.B. in ein Taschentuch oder Zettel zu wickeln, um dann in den nächsten Eimer zu werfen. Ich hab auch schon von Rauchern gehört, die dafür extra eine Dose mit sich führen, quasi als mobiler Aschenbecher. Dieser Teppich aus Zigarettenstummeln allein ist oft schon widerlich anzuschauen, auch wenn da gerade niemand ist, der raucht.

Ich weiss was Raucher sich gerne einreden: ‚Das stört doch nicht.‘ Oder dass der Rauch ja nur da wahrnehmbar ist, wo auch dieser graue Rauch aufsteigt und für ein, zwei Sekunden in der Luft sichtbar ist. Aber dem ist nicht so: Der Rauch ist METERWEIT riechbar, bzw. STINKT bis dahin. Und nicht nur mir geht es so. Ich habe schon mit vielen Menschen geredet, zum Teil die selber geraucht haben oder sogar noch rauchen, die das ebenso erleben.
Wenn z.B. jemand mit einer superlaut dröhnenden Musikanlage rumlaufen würde und alle rundum zwangsbeschallen: man würde kucken, der eine oder andere vielleicht sogar was sagen. Oder wenn jemand ausschauen würde, als sei er in ein Güllenloch gefallen und täte auch so riechen, die wenigsten wären entzückt. Nur Raucher reden sich beständig ein, dass sie keine Gewalt ausüben.

Tatsächlich mache ich immer wieder die Beobachtung, dass gerade dann, wenn andere Menschen in der Nähe sind, besonders gerne eine Zigarette angezündet wird. Die meisten Raucher haben mir dies schon bestätigt. Warum ist das so? Sie können so entlich eine gewisse Leere füllen, sich zugehörig fühlen, auch wenn sie sich unter Fremden befinden, und der mobile „Tabak-Frieden“ kommt zum Einsatz.

Alle Raucher, die ich bis jetzt gefragt habe, und zwar ohne Ausnahme, haben mir bestätigt, dass die erste Zigarette, oder auch die ersten paar, scheusslich geschmeckt haben, und zumeist auch massive Hustenanfälle ausgelöst haben. Schon komisch: Und heute soll sie schmecken? Damit belügen sie sich selbst. Nicht selten haben Menschen schon aus verschiedenen Gründen einige Tage nicht geraucht (- nicht zuletzt auch ich selbst!), danach weitergemacht, und – oh Wunder! – die erste Zigarette nach dieser Rauchpause schmeckte, eigenartigerweise, gar nicht mehr so gut, wenn nicht sogar scheusslich.

Es ging nie um den Tabak, NIE! Es geht darum, einen kurzen Moment des Scheinfriedens zu finden, weil für die Dauer der Zigarette dieser „Unfrieden“ auf magische Weise verschwunden zu sein scheint. Dieses Gefühl ist real bzw. hat eine reale Ursache und viele Facetten und Ausprägungsgrade. Letztlich geht es aber immer darum, einen Mangel auszugleichen. Um den Tabak ging es nie!!!

Auch ich kenne Suchttendenzen. Nicht nur was mein ehemaliges Rauchen betrifft. Ich weiss genau, wie beschissen sich das anfühlen kann und habe so auch durchaus Mitgefühl für Raucher. Meine Hoffnung oder Bitte wäre einfach, dass ein bisschen in und um sich geschaut wird, bevor eine angezündet wird…

Barbara-Paraprem

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