The Large Portal

Monks light candles (hbieser at pixabay.com)Photosource: hbieser – pixabay.com

 

The Large Portal

Suddenly
I remembered,
I could indeed fly.
I showed it
in the middle of the gathering,
where you first looked
astonished at me,
but then
as if you had seen the devil.

I flew away.

In the large apartment then
not without fear
of unrecognized angles.
But at the border of the apartment
and at the same time
in the midst of it,
with both feet yet
in the own home
standing:
a large, powerful,
noble portal.
The doors made of heavy wood
and framed by
hosts of angels
carved in stone
– each angel
a few candles guarding.

I flew up.

To set fire to all
and which burned down
let shine again
by new form.

In the stone arch
sitting,
with the aim and
the strenuous attempt,
to achieve so too
the outermost candles,
suddenly became so heavy,
as if I had forgotten to fly,
for fear of falling down.

Some down there,
on the other site,
notice the solemn lighting
and
looking up to the lights,
which in the middle of the day
and in middle of the night
are shining.

The one is happy
about the festive light,
the other worries
about my strength.

Even
if I should fall
and
become too heavy to fly:
I would come back,
to light too
the last candle.

Barbara-Paraprem – 2.9.1993

 

 

DAS GROSSE PORTAL

Plötzlich
erinnerte ich mich,
dass ich ja fliegen konnte.
Ich zeigte es
mitten in der Versammlung,
wo ihr erst staunend,
dann aber
als hättet ihr den Teufel erblickt,
nach mir schautet.

Ich flog davon.

In der grossen Wohnung dann
nicht ohne Furcht
vor unerkannten Winkeln.
Doch an der Grenze der Wohnung
und gleichzeitig
mitten in ihr,
mit beiden Füssen noch
in der eigenen Wohnung
stehend:
ein grosses, mächtiges,
erhabenes Portal.
Die Türen aus schwerem Holz
und von
aus Stein gehauenen
Scharen von Engeln
umrahmt
– ein jedes Engelchen
ein paar Kerzen bewachend.

Ich flog hinauf.

Um alle anzuzünden
und welche heruntergebrannt
durch neue Form
wiederum erstrahlen zu lassen.

Im steinernen Bogen
sitzend,
in der Absicht und
dem angestrengten Versuch,
auch die äussersten Kerzen
damit zu erreichen,
plötzlich so schwer geworden,
als hätt‘ ich vergessen zu fliegen,
aus Furcht hinabzustürzen.

Einige dort unten,
auf der anderen Seite,
bemerken das feierliche Leuchten
und
schauen zu den Lichtern hoch,
die mitten am Tag
und mitten in der Nacht
erstrahlen.

Die Eine freut sich
über das festliche Licht,
die Andere sorgt sich
um meine Kraft.

Doch selbst
wenn ich fallen sollte
und
zum fliegen zu schwer geworden
wäre:
ich würde wiederkommen,
um auch die letzte Kerze
zu entzünden.

Barbara-Paraprem – 2.9.1993

 

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