Kingdom of Heaven

The Annunciation (James Tissot, bet. 1886 and 1894, commons.wikimedia.org)
The Annunciation (bet.1886 and 1894)
James Tissot – commons.wikimedia.org

 

Kingdom of Heaven

O worl invisible, we view thee,
o world intangible, we touch thee,
o world unknowable, we know thee,
inapprehensible, we clutch thee!

Does the fish soar to find the ocean,
the eagle plunge to find the air –
that we ask of the stars in motion
if they have rumour of thee there?

Not where the wheeling systems darken,
and our benumbed conceiving soars! –
the drift of pinions, would we hearken,
beats at our own clay-shuttered doors.

The angels keep their ancient places; –
turn but a stone, but start with a wing!
‘tis ye, ‘tis your estranged faces,
that miss the many-splendour thing.

But (when so sad thou canst not sadder)
cry; – and upon thy so sore loss
shall shine the traffic of Jacob’s ladder,
pitched betwixt Heaven and Charing Cross.

Yea, in the night, my Soul, my daughter,
cry; – clinging Heaven by the hems;
and lo, Christ walking on the water,
not of Gennesareth, but Thames!

Francis Thompson, 1859 – 1907

 

Francis Thompson (commons.wikimedia.org)Thompson studied at Ushaw College (Durham) Catholic theology, medicine later in Manchester. Both courses were not finish. He moved 1885 to London to become a writer, but could only find menial work and became addicted to opium, and was a street vagrant for years. His life was marked by poverty, deeply religious and his opium addiction. A married couple read his poetry and rescued him, publishing his first book Poems in 1893. Thompson lived as an unbalanced invalid in Wales and at Storrington monastery (Sussex), but wrote three books of poetry, with other works and essays, before dying of tuberculosis in 1907. His most famous poem is „The Hound of Heaven“. (Photo: commons.wikimedia.org)

 

 

The Annunciation (James Tissot, bet. 1886 and 1894, commons.wikimedia.org)
Die Verkündigung (zw.1886 und 1894)
James Tissot – commons.wikimedia.org

 

Königreich des Himmels

O unsichtbare Welt, wir sehen dich,
o unberührbare Welt, wir berühren dich,
o unerkannte Welt, wir kennen dich,
unbegreifliche, wir ergreifen dich!

Hat der Fisch sich aufzuschwingen, um den Ozean zu finden,
der Adler zu tauchen, um den Äther zu finden –
dass wir die kreisenden Sterne fragen
ob sie da einen Ruf von dir vernommen haben?

Nicht wo die Räderwerke sich verfinstern,
und unser betäubtes Begreifen sich erhebt! –
das Rädergetriebe, würden wir lauschen,
schlüge an unsere eigenen lehmverschlossenen Türen.

Die Engel bleiben an uralten Orten; –
wende nur einen Stein, jedoch erhebe einen Flügel!
‚dieses deinige, ‚dies dein entfremdetes Gesicht ist’s,
dem das überherrrliche Gebilde fehlt.

Aber (wenn so traurig, dass du nicht trauriger sein kannst)
weine; – und über deinem so schmerzenden Verlust
soll der Verkehr der Jakobsleiter aufscheinen,
aufgestellt zwischen Himmel und Verkohlendem Kreuz.

Ja, in der Nacht, meine Seele, meine Tochter,
weine; – dich an die Säume des Himmels schmiegend;
und siehe, Christus auf dem Wasser wandelnd,
nicht von Genezareth, sondern der Themse!

Francis Thompson, 1859 – 1907

 

Francis Thompson (commons.wikimedia.org)Foto: commons.wikimedia.orgThompson studierte am Ushaw College (Durham) katholische Theologie, später Medizin in Manchester. Beide Studiengänge blieben ohne Abschluss. 1885 ging er nach London um Schrifsteller zu werden, konnte jedoch nur untergeordnete Arbeit finden, wurde von Opium abhängig und Obdachloser für Jahre. Sein Leben war geprägt von Armut, tiefer Religiosität und seiner Opiumsucht. Ein verheiratetes Paar las seine Gedichte und rettete ihn, seinen ersten Gedichtband 1893 veröffentlichend. Francis Thompson lebte als ein unausgeglichener Pflegefall in Wales und im Kloster Storrington (Sussex), aber schrieb drei Bücher mit Gedichten, zusammen mit anderen Werken und Essays, bevor er 1907 an Tuberkulose starb. Sein bekanntestes Gedicht ist „Der Jagdhund des Himmels“. (Foto: commons.wikimedia.org)

 

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