Stretching-Hölle – Teil II

Yoga (Brockhaus, 1911, zeno.org)
Lexikon-Eintrag im „Brockhaus“ von 1911 – www.zeno.org

Wie ich in „Yoga – Die erste Stunde“ berichtete, habe ich kürzlich zum allerersten mal in meinem Leben Yoga ausprobiert. Die anfängliche Begeisterung verflog spätestens bei meinem zweiten Besuch dort. Nicht über das Yoga an sich, sondern weil ich der Anleitung nicht mehr folgen konnte, wo ich bei der allerersten Stunde noch so halbwegs mitkam. Total frustriert verliess ich vorzeitig den Ort.

Jedoch hat mir jemand von einem Yoga-Studio erzählt, in dem sich auch regelmässig eine „Senioren-Gruppe“ träfe. Ich dachte: So eingerostet wie ich bin, vielleicht passt das eher, obwohl ich damit keineswegs den Senioren ihre Fitness absprechen möchte. Manche 70ig- oder 80-jährigen sind bei weitem „fitter“ wie manche 20-jährigen. Das versuchte ich mir auch vor Augen zu halten, als ich heute dort zu meiner dritten Yogastunde ging, wiederum nicht ohne mulmige Gefühle was da meiner harren würde.

Wir waren zu fünft, nebst der Leiterin. Abgesehen von der einen Dame, die mir extrem gelenkig schien (- sie konnte z.B. ihre Hände hinter dem Rücken zusammenführen und halten, wobei ein Arm über die Schulter geführt wird, der andere von unten übers Kreuz!), alles ältere Fitnesswillige: eine recht dünne Dame und zwei Herren, etwa gleich gelenkig wie ich und zudem noch mit deutlichem „Bauchansatz“.

Es wurde weitaus mehr mit Yoga-Gurten und Kissen gearbeitet, jedoch nicht nur! Von der Dauer auch gut 1 1/2 Stunden permantenen Dehnens, Streckens, Drückens, Spannens, Wendens, Brustkorb öffnens, Stabilisierens, Hinter-des-Becken-Greifens, Absenkens, Spreizens, Beugens, Haltens, Atmens… ächz…. Ich kam ins schwitzen, aber: Ich dehnte was das Zeug die Bänder herhielten und fühlte mich hinterher zwar „er-mattet“, im wahrsten Sinne des Wortes, aber auf eine gute Art.

Der Gründer dieser Yoga-Linie heisst „Yogacharya B.K.S.Iyengar“ der den Stil „Iyengar-Yoga“ gründete.

Das mit dem Yoga-Gurt hat mir gefallen. So gut, dass ich mir möglicherweise einen eigenen kaufen werde. Die eine Position war, mit dem Hintern so nah wie möglich an die Wand zu rutschen, die Beine die Wand hoch zu halten und diese mit dem Gurt „zusammenzubinden“, was sehr entspannend war. Aber nicht dass wir nur dagelegen wären, mitnichten!

Nur ein einziges mal, bei einer bestimmten Übung gegen Ende des Unterrichts, hatte ich kurz die Krise, weil ich exakt genau das machte, was die Lehrerin forderte, ich jedoch trotzdem das Gefühl hatte, dass da irgendwas nicht stimmen konnte, weil das liegen mit dem Beckenknochen auf der Kante des Yoga-Blocks einfach so weh tat. Ich wollte den Block höher schieben, was sie aber verneinte. Dass es kein Kuschelstündchen würde: ja klar, aber es gibt Schmerzen und Schmerzen. Dehnen, aushalten: ok, aber unnötige Schmerzen müssen nun wirklich nicht sein. Ich glaube, wenn ich das regelmässig mache, liesse sich eine Fitness wiederherstellen, von der ich bis dato nur träumen kann, die aber eigentlich nur gesund und „normal“ wäre. Der Gedanke, mit zunehmendem Alter bei nichtstun noch mehr einzurosten fühlt sich nicht gerade behaglich an und ich sehe mit Grauen alte Leute vor meinem geistigen Auge, die im 90-Grad-Winkel am Stock gehen.

Ich bin dieses mal deutlich besser mitgekommen: sowohl körperlich – obwohl NICHT weniger anstrengend wie die ersten zweimal! – als auch anleitungsmässig. Ich glaube, ich habe meine Yoga-Gruppe gefunden: bei den Senioren. Nun ja, fast 50 ist ja auch schon fast 60. Und 60, das ist Senior. Passt!😉

Das machen wir das nächstemal. Ich freu mich schon…
smilie ohnmacht smilie grins
StarSlight Yoga founded by Ellianne Kadence Moirae (Muzzle007, commons.wikimedia.org)
StarSlight Yoga founded by Ellianne Kadence Moirae
Muzzle007 – commons.wikimedia.org

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