Gehirnwäsche geretteter Frauen

Fundamentalismus
 

Eine Sache die uns unterscheidet, dass wir auch auf unsere Kleidung sehr genau achten. Also eben nicht bauchfrei tanzen, oder nicht mit einem sooo grossen Ausschnitt, dass man wirklich alles sieht, oder durchsichtigen Klamotten… weil wir Männer damit reizen! Ich glaube dass wir Frauen einfach eine Verantwortung haben den Männern gegenüber, gerade weil Männer wirklich visuell geprägt sind. Und es sowieso für sie schon soooooo schwer ist, durch die Strassen zu laufen, weil rechts und links überall halbnackte Frauen sind, und die Bibel aber sagt… em… ja dass… dass das Ehebruch ist, wenn ein Mann schon nur eine Frau lüstern ankuckt. Und in dem Moment, wo ich mich so kleide, oder vor allen Dingen wenn ich mich dann auch noch aufreizend dazu bewege, verleite ich einen anderen Mann zum Ehebruch. Und da kann ich einfach Grenzen setzen und sagen: Nein, das will ich nicht! Ich möchte verantwortlich mit meinem Körper umgehen, mit meiner Kleidung umgehen und auch mit meinem Tanzen umgehen.

Frau um die 20 in einer Doku über christlichen Fundamentalismus

 

Mein Gott… die armen, „visuell geprägten Männer“! Die Frauen sind verantwortlich dafür, wenn sie der Lust am Weibe anheimfallen, das nicht ehelich zugesprochen ist – und sei es nur im Geiste! Die Männer wollen das ja eigentlich gar nicht. Zumindest sollten sie es nicht wollen, wenn sie nicht in der Hölle landen wollen. Die Frauen schon gar nicht. Diese trägt im Stillen „die Burka des Geistes“ und findet so ihr Glück. Wo kämen wir denn hin, wenn jede ihren Ausschnitt so trägt, wie sie gerade Freude hat, gar noch durchsichtig! Jaja, das ewig lüsterne Weib. Hat ja schon Adam verführt. Und bloss nicht mit Busen oder Hintern wackeln, auf der Strasse, um Gottes willen… höchstens auf der Evangelisations-Bühne zur Errettung der Sünder! Frau hat „Fundi-Lektion“ perfekt gelernt. Gehirnwäsche completed.

 

2 Gedanken zu „Gehirnwäsche geretteter Frauen

  1. „Burka des Geistes“: das ist eine super Formulierung! Danke sagt Werner Anahata, der sich gleichzeitig fragt, wo die Errungenschaften von Aufklärung, 68ern etc. geblieben sind. Zurück ins Mittelalter? Nein danke!

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